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ABGEWRACKT

reinhören

Wo bin ich bloß
Ich fühl mich so uuuurrrr
Alles dreht sich
Ich lieg in meinem Flur
Presslufthammerkopf
Schlagbohrmaschinenbauch
Rauschen in meinen Ohren
Mein Körper – welkes Laub

Ich bin abgewrackt
Letzte Nacht versackt
In `ner Kneipe mit dir
Wein Wodka und Bier
Bis morgens um 4
Ich bin abgewrackt
Letzte Nacht versackt
Durchgemacht, rumgeschwoft
Durchgezecht und gesumpft
Ohne Hirn und Vernunft

Ich kann heut nicht krauchen
Ich sieche dahin
Bin für nichts zu gebrauchen
Ein Tag ohne Sinn
Dafür weiß ich jetzt
Wie du küsst, wie du schmeckst
Wie du stöhnst, dich bewegst
Wie du schielst wenn du kommst

Ist das wirklich geschehn
Das hätt ich nie gedacht
Wie konnt das passiern
Das hat der Wein entfacht

Ich bin abgewrackt
Letzte Nacht versackt
In `ner Kneipe mit dir
Wein Wodka und Bier
Bis morgens um vier
Ich bin abgewrackt
Letzte Nacht versackt
Durchgemacht, rumgeschwoft
Durchgezecht und gesumpft
Ohne Hirn und Vernunft

Ich bin irgendwie im Taxi nach Haus
Nassgrauer Himmel, ich stöpsel mich jetzt aus
Schönes Wetter könnt ich heut nich ertragen
Kein Gezwitscher, kein Gebimmel, keine Blagen

Aaaah…ich bin so ein Wrack…
Mmmh… Heut blättert mein Lack
Aaaah…Ich bin abgewrackt…
Mmmh… Jetzt kennst du mich – nackt

Text & Musik: Saskia Inken Rutner

AM FENSTER BEI NACHT

reinhören

Regen fällt in die Nacht
Im Nebelkleid die Stadt
Und du… mein Herz… Bist du noch wach
Hörst du das Klopfen auf Glas

Die Nachtigall sie singt
Dieses Lied für sich allein
So scheint’s… mein Herz
Mmmmh… Mmmmh…

Kennst du das wenn man sich fühlt
Wie ein Treibholz im Sand
Wie ein Fisch auf dem Trocknen
Gestrandet ohne Land
Mmmmh… Mmmmh… Mmmmh…

Die Luft die uns atmet
Die Erde die uns trägt
Das Wasser das uns umspült
Und der Mond der sich um uns dreht
Wo auch immer du bist
Wo immer du heut die Segel hisst
Mmmmh Mmmmh…
Ich schick dir meine Flaschenpost
In diesem Augenblick

Text: Saskia Inken Rutner

Musik: Karl Neukauf

FRÜHLING IN BERLIN

reinhören

Dunkle Strassen, kalter Wind
Im Hinterhof da weint ein Kind
Stahlgrau matt die Wolken ziehn
So ist der Frühling in Berlin

Spärlich grünt der schmutzig Park
Vereinzelt macht sich Sonne stark
Letztes Laub wird weg gefegt
Schon hat sich ein Paar ins Gras gelegt

Ich frag mich oft, was mich hier hält
Ich glaub Berlin ist meine Welt
Auch wenn´s woanders schöner ist
hab ich Berlin dann doch vermisst

Endlich scheint mal kurz die Sonne
Alles lächelt voller Wonne
Auf der Spree die Dampfer fahren
Genau wie schon vor hundert Jahren

Drüben in dem alten Haus
hängt `ne Frau die Wäsche raus
Arbeitskluft neben Dessous
Berliner kennen keen Tabu

Ich frag mich oft, was mich hier hält
Ich glaub Berlin ist meine Welt
Auch wenn´s woanders schöner ist
hab ich Berlin dann doch vermisst

Sonnenstrahlen golden ziehn
jetzt übers frühlingshafte Berlin
Im Hinterhof wird’s nun ganz still
Weil keiner da, der weinen will

Ich frag mich oft, was mich hier hält
Ich glaub Berlin ist meine Welt
Auch wenn´s woanders schöner ist
Hab ich Berlin dann doch vermisst

Text: Bert Lehwald
Musik: Karl Neukauf / Saskia Inken Rutner

KOMM HERAUS

reinhören

Wenn du weinst, weil du meinst
Dass das Leben traurig ist
Wenn du glaubst, wirklich glaubst
Dich hat keiner hier vermisst
Hör mir zu, einfach zu
Und schau in mein Gesicht
Da ist Leben, da ist Lachen, da ist Liebe, da ist Licht

Wenn du denkst, dass du fühlst
Dass du nichts mehr fühlen kannst
Alles ist dir scheißegal
Dein Herz, das nicht mehr tanzt
Sieh mich an, einfach an
Sag nicht, Du siehst es nicht
Da ist Leben, da ist Lachen, da ist Liebe, da ist Licht

Zeig mir deine Wut
Brüll mal alles raus…
Ich weiß, das tut mal gut
Ich kenn mich damit aus
Du bist nicht allein, denn ich bin bei dir
lass es zu, einfach zu, jetzt und hier.

Komm heraus, sieh dich um
Leben ist gar nicht so schwer
Menschen tanzen, Menschen singen
Haben Freude, wollen mehr
Nimm den Spiegel, schau hinein
Sag nur: „Ich liebe dich“
Du bist Leben, du bist Lachen, du bist alles, du bist Licht

Du bist Leben, du bist Lachen, du bist alles, du bist Licht

Text: Karsten Klaue / Saskia Inken Rutner 
Musik: Karsten Klaue / Saskia Inken Rutner / Karl Neukauf

REFORMHAUS

reinhören

Du kaufst dir Sachen im Reformhaus
Weil du denkst da isses gut
Du findest es da nicht gerad billig
Aber besser als Fast Food

Aronia-Saft und Goji-Beeren
Für dein Immunsystem
Hirsebrei und Dinkel-Nuss-Keks
Ohne Farbstoff und Gluten

Reformhaus
Reformhaus
Reformhaus

Die Verkäuferin in Schürze
Nicht mehr jung aber gut in Form
Packt Brot in deinen Jutebeutel
Du begehrst sie heut enorm

Du fühlst dich wohlig und geborgen
Zwischen Kernseife und Holzregal
Der Reformduft vertreibt deine Sorgen
Gelée Royal macht dich vital

Reformhaus
Reformhaus
Reformhaus

Neulich warst du auch im BIO,

Riesenladen – Company
Hippe Mütter mit den Kleinen
Viel Blabla, noch mehr Chichi…

Du sehntest dich zurück
zum 73-er Charme
Der ist zwar nicht so szenig
Doch die Angora, Angora, Angora-Schafswollstrümpfe
halten dich genau so warm…

Reformhaus
Reformhaus
Reformhaus

Text: Saskia Inken Rutner
Musik: Karl Neukauf

SINUSKURVE

reinhören

Mathematik war für mich schon immer das Grauen
ob Algebra oder Geometrie
Wahrscheinlichkeitsrechnung und Integral
Binomische Formeln – was `ne Idiotie

Sie verfolgt mich noch immer, egal was ich tu
Verhöhnt mich, mahnt mich, spottet und grinst
Die Steuererklärung krieg ich einfach nicht hin
Mein Kontostand fällt, linear und hochverzinst

Mein Leben ist `ne Sinuskurve
Drunter und drüber, mal minus mal plus
Schampus oder Fusel, Taxi oder Bus
Ich steige und falle im Algorithmus

Sie, ich und er, ménage à trois
Noch immer ist keiner gegangen
Wie Primzahlen sind, du ich wir beide
Kommen einfach nicht zusammen

Je weniger ich hab, umso mehr geb ich aus
Diametral exponential
Bei Ende des Dispos leb ich in Saus und Braus
Potenz ist für mich keine Zahl

Mein Leben ist `ne Sinuskurve
Drunter und drüber, mal minus mal plus
Dein Leben ist ein Cosinus
Du bist Verdruss und ich bin Genuss
Ich steige und falle im Algorithmus

Die pq-Formel kann ich, wenn ich besoffen bin
Das tangiert mich nur peripher
Ich setz mich ein und klammer mich aus
Geh vor die Tür – doch niemals vors Haus

Mein Leben ist `ne Sinuskurve
Drunter und drüber, mal minus mal plus
Wie ein Eremit, oder schwirrend im Rausch,
Ich steige und falle –

1020 Freunde bei Facebook
Wirklich und echt hab ich acht
Die Gleichung geht einfach – einfach nicht auf
Aus Mathe hab ich mir noch nie was gemacht

Text: Saskia Inken Rutner 
Musik: Karl Neukauf / Saskia Inken Rutner

SONNE

reinhören

Alles was die Sonne erhellt
Wirft Schatten, der dahinter fällt
Die Welle, die ans Ufer treibt
Wird Nebel, der den Himmel teilt

Sonne, wo bist du…
Sonne wo bist du….
Ich suche dich… Ich suche dich… Ich suche dich…

Mein Traum zerfällt zu Staub
Ich falle ins Nirgendwo
Das Ende vom Lied – wieder Beginn
Ich schwimme gegen den Strom

Sonne, wo bist du…
Sonne wo bist du…. Wo bist du…

Ich seh mich im Kaleidoskop
Schwarz weiß grün blau gelb rot
Ich renne, strauchel, stürze, liege
Krieche, schwanke, springe, fliege

Sonne, wo bist du… Sonne wo bist du….
Ich suche dich… Ich suche dich… Ich suche dich…

Text: Saskia Inken Rutner
Musik: Karl Neukauf

SUPER SUSPEKT

reinhören

Strandbad Mitte Mitternacht
Schon `ne Weile mit dir zugebracht
Du laberst jede Stunde immer mehr
Doch da wabert noch was anderes so scheint es mir
Mokassins auf Socken, Polohemd
Dein Kragen auf 12 Uhr, Trinkgeld 30 Cent
Du kennst dich in der Szene super aus
Kennst den Till und Vito Schnabel – bringst mich ganz groß raus

Du bist so `n Typ da hab ich plötzlich viel zu tun, da muss ich schnell weg
Auch wenn mein Flug erst morgen gehen würde, hätt ich schon gestern eingecheckt
Du willst dass ich performe als Act auf deiner Vernissage
Wenn du noch einmal „supi“ sagst – halt schon mal Ausschau nach `nem Arzt

Du bist mir super suspekt
Mit deinem Galerie- und Kunstprojekt
Du denkst du bist einfach perfekt
Erzählst du bist noch nie irgendwo angeeckt
Hat dir schon mal wer gesteckt
Du bist so nervig wie ein Sommerinfekt
Leider hab ich was in dir geweckt
Du kommst mir plötzlich ständig hinterher gezeckt

Deine Freundschaftsanfragen werden einfach weggeklickt
Deine E-Mails automatisch in den Spam geschickt
Deine Blumen von Fleurop kriegt die Oma nebenan
Die freut sich schon auf Montag – denk doch wieder dran

Du bist mir super suspekt
Du bist so heiß wie Eiskonfekt
Du bist mir super suspekt
Du bist wie Grünkohl ohne Speck

Du bist mir super suspekt
Sitzt da mit deinem goldenen Mac
Du bist mir super suspekt
In meinem Lieblingscafé ums Eck
Du bist mir super super super suspekt
Du isst `nen Döner ja mit Besteck
Du bist mir super suspekt
Yuppieh du hast endlich ein neues Objekt

Ich weiß du hättst ihn gerne reingesteckt
Aber du bist so sexy wie `n Porzellangedeck
Du bist mir super suspekt
Hätt ich `nen Kaffee hätt dein Hemd gleich nen Fleck

Du bist mir super suspekt

Text: Saskia Inken Rutner / Karl Neukauf 
Musik: Karl Neukauf / Saskia Inken Rutner

TROCKENEIS

reinhören

Ich wollte dich so gerne ganz für mich
Nicht nur in den Nächten mancher Tage
Sehnte mich nach dir wenn du bei ihr warst
Deine Versprechen waren wage

Wir verschlangen uns in fremden Zimmern
Doch irgendwann hielt ich’s nicht mehr aus
Löschte deine E-Mails und Textnachrichten
Warf die Jette-Kette zum Fenster raus

Jetzt stehst du vor mir mit leuchtendem Blick
Hast sie tatsächlich verlassen
Du bist endlich frei für `ne Zukunft mit mir
Doch mein Hals schnürt sich zu –
Ich kann’s nicht fassen

Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Aus Sambuca-Flammen wurde Trockeneis
Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Mein Gefühl ist einfach nicht mitgereist
Mein Gefühl ist einfach nicht mitgereist

Es steckt noch irgendwo zwischen Heimlichkeit,
Begierde und zerwühlten Kissen,
zwischen Alltagsphantasien von Zeit zu zweit,
und `nem ausgebremsten schlechten Gewissen

Ich warte auf die Euphorie
Doch sie stellt sich einfach nicht ein
Von Null auf Hundert Monotonie
Ich wär jetzt eigentlich lieber allein

Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Aus Sambuca-Flammen wurde Trockeneis
Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Mein Gefühl ist einfach nicht mitgereist
Mein Gefühl ist klebrig wie Sushi-Reis

Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Aus Sambuca-Flammen wurde Trockeneis
Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Mein Gefühl ist einfach nicht mitgereist
Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Aus Sambuca-Flammen wurde Trockeneis
Ich vermisse plötzlich die Sehnsucht nach dir
Mein Gefühl ist einfach nicht mitgereist
Kein Gefühl nach Popcorn – sondern Mais

Text: Saskia Inken Rutner 
Musik: Karl Neukauf / Saskia Inken Rutner

UND ICH TANZE

reinhören

Die Sanduhr läuft
Drehst du sie um
Blitzkrieg mit Worten
Jetzt sind wir stumm
Das Glas füllt sich auf
War eben noch leer
Fasse durch dich hindurch
Spür uns nicht mehr

Und ich tanze mit mir allein
Weiße Wände verschwimmen in Rauch und Wein
Und ich tanze mit mir allein
Ohne dich, schwerelos, in die Nacht hinein

Vom Anfang zum Ende
und wieder zurück
Seh uns lachen und weinen
Verliern Stück für Stück
Das Duo von gestern
heißt heut eins und eins
Probier Gefühle für dich
Doch passen will keins
Wir haben uns überholt im Rückwärtsgang
Vollautomatik gegen die Wand
Vorwärts drehen möcht ich die Zeit
Mein schweres Herz, federleicht, die Segel weit

Und ich tanze mit mir allein
Weiße Wände verschwimmen in Rauch und Wein
Und ich tanze mit mir allein
Ohne dich, schwerelos, in die Nacht hinein

Ohne dich, schwerelos, in den Tag hinein

Text: Saskia Inken Rutner / Karsten Klaue 
Musik: Karl Neukauf

ALBUM

... statt Hollywood schaukeln


Release:
2015
Label: Timezone Records

(www-timezone-records.com)

Songs

Sonne
Komm heraus
Abgewrackt
Sinuskurve
Und ich tanze
Super suspekt
Trockeneis
Reformhaus
Frühling in Berlin
Am Fenster bei Nacht

Musiker

Karl Neukauf (Piano/Gitarre/Akkordeon/Percussion/backing vocals)
Hans Rohe (E-Gitarre/backing vocals)
Tom Baumgarte (Bass/Kontrabass/backing vocals)
Moe Jaksch (Bass/Kontrabass)
Max Schwarzlose (Schlagzeug)
Andreas Brendel (Schlagzeug)
Thomas Vogel (Tuba)
Ilka Posin (backing vocals)

VIDEOS

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